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Was ist Data Science?

Eine Kolumne der FH Salzburg
FH-Prof. MMag. Dr. Manfred Mayr, Wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs Wirtschaftsinformatik & Digitale Transformation und Fachbereichsleiter für IT-Management und Wirtschaft am Studiengang Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg

Wie wird mit unseren Daten umgegangen?

Foto: FH Salzburg

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Jeden Tag nutzen und produzieren wir Daten: Durch High-Tech Fitness Tracker bringen wir unseren Körper in Form – oder unsere smarte Assistentin Alexa sorgt beim Einkaufen dafür, dass wir nichts vergessen. Im Jahr 2025, so die Meinung diverser Studien, sollen weltweit zehnmal so viele Daten wie jetzt generiert werden. Zur Einordnung: Alle Serien und Filme bei Netflix müssten dafür mehr als 500 Millionen Mal abgespielt werden.

data-scienceData Science analysiert genau diese Datenmengen und will damit verschiedene Ereignisse prognostizieren. Genauer gesagt geht es um die Anwendung von maschinellem Lernen, Mustererkennung und Datenmodellierung mit dem Ziel, wertvolles Wissen aus Daten zu extrahieren. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, beispielsweise in der Erkennung von Betriebszuständen in Industrie 4.0-Anwendungen. Durch das sogenannte „Predictive Maintenance“, der vorhersehbaren und genaueren Wartung von Maschinen, haben sowohl der Anbieter als auch die Kunden eine klare „Win-Win“-Situation. Ein weiteres Beispiel stellt die Verifizierung des Kundenverhaltens dar, mit der einerseits noch passgenauere Produkte und Dienstleistungen für die potentielle Zielgruppe ermittelt und andererseits das wirtschaftliche und technische Risiko genauer abgeschätzt werden können. Das könnte zum Beispiel bei der bonitätsabhängigen Vergabe von Bankkrediten direkt zum Greifen kommen.

OCG-Journal1603-1Neben den vielen positiven Aspekten darf man allerdings keineswegs die kritische Auseinandersetzung mit Data Science ignorieren. Die nicht unumstrittene maschinelle Analyse und Schlussfolgerung von Meinungen in sozialen Netzwerken kann manchmal beispielsweise zu manipulativen Machenschaften führen – man erinnere sich an Cambridge Analytica und ihre fragwürdigen Informationsbeschaffungen. Auch bei der modernen Marktforschung ist im Hinblick auf Privacy eine gewisse Sensibilität notwendig. So sind etwa Verbindungsdaten von Mobilfunkbetreibern oder Internetprovidern durchaus nützlich, um Rückschlüsse über die Persönlichkeit der Kunden abzuleiten. Fundierte Forschungserkenntnisse dieser Methoden sind deshalb für einen kritischen Umgang besonders wichtig.

In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die Lehre und Forschung an den Studiengängen Informationstechnik & System-Management sowie Wirtschafts-informatik & Digitale Transformation unter anderem mit Bitcoin, Blockchain und der Betrachtungsweise der fortschreitenden Digitalisierung sowie die durchgängige Verzahnung von IT und Business in einer digitalisierten Welt. Auch die im Mai an der FH Salzburg stattfindende Data Science Konferenz IDSC 2019 wird sich diesen präsenten Themen widmen.

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