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So bleiben Sie geistig fit

Wann ist eine Wohngemeinschaft das Richtige und wer ist in einem betreuten Wohnangebot gut aufgehoben?
 Ein Artikel von Maria Riedler

senioren1Bei der Betreuung in den eigenen vier Wänden stellt sich für viele das Problem des Allein-Seins, im Seniorenheim hingegen bietet sich die Chance auf Gesellschaft und auf einen Lebensabend mit einem gewissen Maß an Komfort und Sicherheit. In Seniorenheimen wohnen ältere Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollen und das auch noch können. Ihre Pflegebedürftigkeit ist gering. Sie ersparen sich so die Anstrengungen eines eigenen Haushalts, da sich das Personal um die Zubereitung der Mahlzeiten und die Reinigung der Zimmer kümmert. In Pflegeheimen geht die Betreuung weit über Kochen und Reinigung hinaus. Pflegebedürftige Menschen, die beispielsweise ihre Körperpflege nicht mehr selbst durchführen können oder bettlägerig sind, werden in Pflegeheimen von Fachpersonal betreut. Ausgebildetes Pflegepersonal kümmert sich rund um die Uhr um die persönlichen und medizinischen Bedürfnisse der Senioren.

Eine dritte Möglichkeit ist die Kombination aus beiden: In sogenannten Wohn- und Pflegeheimen können Menschen, die nach ihrem Einzug im Wohnheim pflegebedürftig werden, im selben Haus wohnen bleiben und werden dort gepflegt.

Geistig fit bleiben

senioren4Ein gutes Gedächtnis bis ins hohe Alter – das wünschen wir uns alle. Bleiben Sie deshalb offen für Neues und lassen Sie sich vielfältig anregen – dann bleiben auch Sie eher geistig fit.

Eine gewisse Altersvergesslichkeit gilt als normal. Trotzdem kann auch ein 70-Jähriger ein leistungsfähigeres Gehirn besitzen als ein 30-Jähriger. Der Schlüssel dazu ist, unseren Denkapparat beständig vor neue Herausforderungen zu stellen, damit sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen bilden.

Unfälle vorbeugen!

Die hochstehende Teppichkante, ein übersehener Bordstein, das lose verlegte Kabel: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die im Lebensalltag älterer Menschen zu einem Unfall führen. Ältere Menschen sind die Unfallrisikogruppe Nummer eins. Im Schnitt verunglückt alle sechs Minuten ein älterer Mensch. Alle fünf Stunden stirbt ein Mensch über 65 Jahren an den Folgen eines Unfalls. Meist war es ein Sturz.

senioren_unfaelleMeist sind es nur kleine Anpassungen im Wohn- und Lebensumfeld, die es seniorengerecht machen und Unfällen vorbeugen.  Setzen Sie rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen, nicht erst wenn bereits ein Unglück geschehen ist. Mitunter kann es irreversible Schäden nach sich ziehen oder gar tödlich verlaufen. Stolperfallen wie etwa offen liegende Kabel, Teppiche ohne rutschfeste Unterlage oder mit hohen Kanten sind leicht zu entfernen. Achten Sie gerade in den Nassbereichen im Bad auf rutschfeste Unterlagen. Verwenden Sie an schwer zu bewältigenden Stellen in der Wohnung Steig-, Steh- und Aufstehhilfen. Sicherheitsgriffe sind gerade in Badewanne und Dusche sowie auf der Toilette wertvoll. Treppen sollten, wenn möglich beidseitig, mit einem Handlauf versehen werden. Achten Sie auf eine helle und blendfreie Beleuchtung. Lampen mit Bewegungsmeldern sind z.B. in der Nacht beim Toilettengang besonders hilfreich.

Installieren Sie einen Rauchwarnmelder. So können Sie einem Brand eventuell noch gegensteuern bzw. rechtzeitig die Feuerwehr alarmieren und den Gefahrenbereich unbeschadet verlassen. Achten Sie bei Rauchwarnmeldern auf das Qualitätszeichen „Q“. Deponieren Sie einen Feuerlöscher an einem gut erreichbaren Ort im Haushalt. Bereits ein Sechs-Kilogramm-Feuerlöscher macht einen Entstehungsbrand beherrschbar. Gerade bei Hochbetagten sind lebensrettende Alarmsysteme für Notfälle wie z.B. ein Armband mit Alarmknopf/Rufhilfe wichtig.

 

Aktiv sein: Körperlich, geistig, sozial

Was ist eine Herausforderung für das Gehirn? Wenn es etwas lernt, Neues aufnimmt und verarbeitet. Solche neuen Eindrücke können eine Fremdsprache oder das Erlernen eines Instruments sein, aber auch Erlebnisse während einer Reise. Dabei bilden sich jedes Mal neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen. Entscheidend ist ein gesundes und aktives Leben.

1. Gesund ernähren

Der Geist braucht Nahrung – im wortwörtlichen Sinn. Es gibt Hinweise darauf, dass gesunde Ernährung die Alterung des Gehirns bremst. Wichtig scheinen dabei unter anderem Vitamine und Omega-3-Fettsäuren zu sein, wie sie vor allem in Fisch vorkommen.

2. Bewegung für den Kopf

Auch Sport wirkt sich positiv auf das Gehirn aus: Sportliche Betätigung regt das Nervenwachstum an. Günstig sind dabei vor allem Ausdauersportarten. Die Bewegung sorgt nicht nur für eine bessere Durchblutung des Gehirns, sondern soll sich auch positiv auf das Wachstum auswirken – zumindest deuten Studienergebnisse darauf hin.

3. Soziale Kontakte

Wohl kaum etwas regt unseren Kopf so an wie der Kontakt und lebhafte Austausch mit anderen Menschen. Gehen Sie raus und treffen Sie Freunde und Bekannte oder knüpfen Sie neue Kontakte. Das hält geistig jung.

4. Training fürs Gehirn

Trainieren lässt sich das Gedächtnis vor allem im Alltag, zum Beispiel beim Einkaufen. Schreiben Sie sich eine Einkaufsliste, aber schauen Sie erst einmal nicht darauf. Versuchen Sie sich im Supermarkt an alles auf der Liste zu erinnern und prüfen Sie erst kurz bevor Sie zur Kasse gehen, ob auch alles im Einkaufswagen liegt.

Wählen Sie nicht alle Telefonnummern über den Telefonspeicher. Beginnen Sie mit der Nummer, die Sie am öftesten wählen und tippen Sie sie händisch ein. Sie werden merken, dass Sie die Nummer innerhalb kürzester Zeit auswendig können.

Lernen Sie Kochrezepte auswendig und nehmen Sie sich vor, möglichst viele Gerichte frei kochen zu können. Das Wichtigste: mit Freude neue Hobbys ausüben!

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