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Dampfende Entspannung

Die kalte Jahreszeit ist die beste Zeit für einen ausgiebigen Besuch im SPA.
 Ein Artikel von Nicola Seipp
Foto: Mizu Onsen Spa

Foto: Mizu Onsen Spa

Grau präsentiert sich der Himmel, die Temperaturen lassen frösteln – kalt, stürmisch und ungemütlich ist es. Nicht einmal der Gedanke an einen Spaziergang an frischer Luft ist einladend. So zeigen sich Herbst und Winter leider nur zu oft. Kopf, Geist und Körper sehnen sich nach warmen Wasserwelten, dampfenden Bädern, wohltuenden Behandlungen. Die beste Zeit, alles stehen und liegen zu lassen, Handtuch, Badezeug – sowie ein Buch für den Ruheraum – zu packen und in ein wärmendes Fest der Sinne für den ganzen Körper aufzubrechen. Denn nicht jeder hat schließlich eine gut eingeheizte Sauna im Haus, die nebst Dusche und Whirlpool auf einen wartet.
Doch das ist längst kein Problem mehr, zahlreiche Gelegenheiten bieten sich für ein entspannendes SPA-Erlebnis in der Stadt, etwa in einem der gut ausgestatteten öffentlichen Münchner Bäder, in die die Besucher heute keineswegs mehr nur zum Schwimmen kommen und ihre Bahnen ziehen. Oder in den verschiedenen Hotels, die teilweise für ihre Palette luxuriöser SPA-Angebote mittlerweile genauso begehrt und berühmt sind wie für ihre Zimmer und Bars. Und die meist auch Day-SPA-Gäste zulassen.

Wohl das bekannteste dieser luxuriösen Oasen ist das Blue Spa (www.bayerischerhof.de). Das mehr als 1.000 Quadratmeter große edle Wellness-Refugium im Bayerischen Hof kann mit Pool, Kosmetik und Massagen aus aller Welt sowie einem beeindruckenden Blick über die Dächer der Stadt direkt von der angeschlossenen Dachterrasse, sicher mit zu den Highlights der bayerischen Metropole gezählt werden.

Foto: SWM/Kerstin Groh

Foto: SWM/Kerstin Groh

Ein weiteres verwöhnendes SPA für Anspruchsvolle befindet sich direkt am Hauptbahnhof im Sofitel Munich Bayerpost. Im luxuriösen So Spa umschmeichelt der schicke schwarz-violett gestaltete SPA-Bereich auf knapp 600 Quadratmetern mit Dampfbad, Sauna, Pool, Beauty-Treatments und Massagen – wie etwa der Ziegenbuttermassage, Balinese Please oder dem Jet Lag Pack – die gestressten und müden Sinne. Inmitten von Kerzenlicht und frischen Blumen stehen der schneckenförmige Pool oder Stein-kubus zudem für das coole und außergewöhnliche Design des SPAs.
Wer lieber ausgiebig schwitzt als sich das Gesicht mit Cremes, Seren & Co. verwöhnen zu lassen, dem bietet das Prinzregentenbad (www.swm.de) in Bogenhausen, gleich neben dem Theater, auf 1.300 Quadratmetern die größte Saunalandschaft der öffentlichen Münchner Bäder. Wer möchte, kann sich hier nach Blockhaussauna, Dampfbad, Sanarium und Tauchbecken zur Abkühlung entspannende Lomi Lomi-, Ayurveda- und Aroma-Massagen gönnen. Oder genießt gleich eines der Sauna-Events in diesem Herbst und Winter, wie beispielsweise den „Orientalischen Abend“.

Wer sich noch intensiver dem orientalischen Zauber von 1001 Nacht hingeben möchte, dem sei ein Besuch in einem Hamam, einem türkischen Dampfbad mit einer Temperatur zwischen 45 und 70 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent empfohlen, und lässt sich von Bademeister oder Badefrau inmitten von Rosenduft mit dampfenden Waschungen, Massagen, Peelings und viel Schaum pflegen.

Foto: SWM/Robert Götzfried

Foto: SWM/Robert Götzfried

Beispielsweise im Mathilden Hamam (www.hamam.de), das ein neues osmanisches Dampfbad in diesem Herbst eröffnet hat. Angeboten wird hier ein umfangreiches Programm, eine Sinfonie der Sinne, etwa Jasmin Sultan oder Selim der Mächtige. Und immer mit viel Götter-Öl. Die Badezeremonien dienen traditionell der Pflege und Reinigung, immer aber auch der Begegnung. Nach einer auf das Baderitual einstimmenden Tasse Tee, wird das Pestemal (leichtes Badetuch) umgeschlungen – und auf geht’s. Auf den heißen Nabelstein und zu den gewählten Behandlungen, wie etwa das Rasul, eine Ganzkörper-Heilerde Behandlung mit speziellen Schlammarten, die auf Gesicht und Körper aufgetragen werden. Im anschließenden Aromabad werden die Poren geöffnet, der Stoffwechsel angeregt sowie der Körper durchblutet und gereinigt. Herrlich wohltuend.

Ein Klassiker mitten in München ist das Müller‘sche Volksbad (www.swm.de). Der Jugendstil-Bau direkt an der Isar gilt als eines der schönsten Badehäuser Europas und steht seit 1901 seinen Besuchern offen. Lange bevor die Worte „SPA und Wellness“ in aller Munde waren, wurde hier schon in den Warm- und Heißlufträumen zwischen 45 und 80 Grad Celsius geschwitzt – und sich danach im unbarmherzigen Kaltwasserbrunnen, der „Eisernen Jungfrau“ abgekühlt. Das ist heute noch so. Auch hier laden besondere Events – wie etwa die „Mitternachtssauna“ – zum wohltuenden Schwitzen ein.

Die SPA-Angebote in München und Umgebung sind durchwegs international, orientalisch oder bayerisch – und nun auch japanisch. Denn in diesem Sommer hat am Tegernsee das edle Mizu Onsen SPA im Hotel Bachmair Weissach (www.bachmair-weissach.com) eröffnet, ein japanisch inspiriertes Wellnesserlebnis auf 3.000 Qua-dratmetern. Neben den Baderitualen stehen hier Ruhe und Einkehr für Körper und Geist im Mittelpunkt des SPA-Besuchs. Wasser ist daneben das bestimmende Element, es dampft, rauscht und plätschert überall. Im extrem heißen Becken (42 Grad Celsius), im puristischen Dampfbad, den beiden Eisbecken mit 2 und 10 Grad Celsius sowie im warmen, 20 Meter langen Außensolepool. Eine Sauna mit großem Panoramafenster gewährt Blick in den grünen Garten, durch den der Bach fließt.
Onsen werden in Japan heiße Quellen genannt, dienen der Entspannung von Körper und Geist und sind wesent-licher Bestandteil der traditionellen japanischen Badezeremonien. Im Mizu Onsen am Tegernsee wird das Wasser in einem Steinbecken auf 42 Grad Celsius erhitzt. Nach den eisigen Tauchbecken warten heißer Tee und wärmende Decken im stillen Ruheraum. Wer möchte, kann sich auch noch weiter verwöhnen lassen, etwa mit Massagen oder einer individuellen Gesichtsbehandlung aus dem verlockenden hochwertigen SPA-Menu.
Die anderen können jetzt im sehr stillen Ruheraum und umgeben von klarer Zen-Atmosphäre sanft entschlummern. Spätestens jetzt ist jeder grau-kalte Herbststurm draußen vor der Tür vergessen.

Fotos: Mizu Onsen Spa

Fotos: Mizu Onsen Spa

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